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Nachhaltiges Engagement: HTWK Leipzig kompensiert CO₂-Emissionen durch Spende an den Klimabonus Leipzig

Foto: BUND Leipzig, Unterschrift: Isabelle Manthey (Klimabonus Leipzig) übergibt das Klimabonus-Zertifikat für CO₂-Kompensation an Prof. Dr. Holger Müller
Die Kompensationsspende der Hochschule unterstützt lokale CO₂-Reduktionsmaßnahmen des Klimabonus wie die Installation von Balkonkraftwerken.

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsingenieurswesen der HTWK Leipzig richtet regelmäßig die Veranstaltung „Unternehmen zu Gast an der HTWK“ aus. Ziel ist der Kontaktaufbau zwischen Studierenden der HTWK Leipzig und regionalen Unternehmen.

Nachhaltige Veranstaltungsplanung: CO₂-Vermeidung steht immer an erster Stelle

Um die Veranstaltung möglichst klimaneutral durchzuführen, wurde von Anfang an auf einen möglichst kleinen CO₂-Fußabdruck hingearbeitet. So wurde z. B. auf aufwendige Unternehmensstände oder umfangreiches Werbematerial verzichtet und beim Buffet auf eine regionale und vegane Speisenauswahl geachtet.
Abschließend wurde eine CO₂-Bilanz erstellt, um den restlichen Fußabdruck der Veranstaltung zu bestimmen. Um den größten CO₂-Posten, die Anreise der Teilnehmenden, genauer bestimmen zu können, wurde eine Befragung unter den Studierenden durchgeführt. Um Transparenz zu schaffen wurde die Bilanz anschließend veröffentlicht und ist auf der Seite der Fakultät einsehbar. Veranstaltungen können für kleine Organisationen und Unternehmen mit begrenzten Ressourcen einen guten Einstieg in die CO₂-Bilanzierung geben, da die zu erhebende Datenmenge begrenzt ist. Unterstützung bietet zum Beispiel der CO₂ Rechner für Veranstaltungen des Umweltbundesamtes.

Verursacherprinzip: Kompensationsspenden können Restemissionen ausgleichen

Als letzter Baustein der nachhaltigen Veranstaltungsplanung sollten nicht vermeidbare Emissionen (z. B. Mobilität der Studierenden und Unternehmensvertretenden) durch ein geeignetes lokales Projekt kompensiert werden, wofür das Klimabonus-Projekt des BUND Leipzig ausgewählt wurde. Das Projektteam freut sich über das Vertrauen und dankt Prof. Müller und der Fakultät für ihr Engagement für den Klimaschutz. Kompensationsspenden können die Nachhaltigkeitsbemühungen von Organisationen verstärken, indem die schädlichen Auswirkungen auf Klima und Umwelt in Form der CO₂-Emissionen teils erfasst und messbar gemacht werden. Die (Selbst-)Verpflichtung, nicht vermeidbare Emissionen zu kompensieren begünstigt Transparenz, Verantwortlichkeit und Klimagerechtigkeit im Sinne des Verursacherprinzips.

Klimabonusfonds ermöglicht regionale CO₂-Einsparungen und fördert soziale Gerechtigkeit

Zahlungen in den Klimabonusfonds werden für konkrete CO₂-Einsparungen in der Region eingesetzt. Das funktioniert im Klimabonus-System über einen innovativen wie einzigartigen Hebel: Belohnungsaktionen in der regionalen Klimawährung Klimabonus, mit der in klimafreundlichen Geschäften in der Region eingekauft werden kann. So werden Anreize zu klimafreundlichen Verhalten gesetzt und nebenbei regionale nachhaltige Kreisläufe gestärkt. Aus dem Klimabonusfonds Leipzig werden zum Beispiel die Anschaffung von Balkonkraftwerken mit 50 Klimaboni im Wert von 50€ gefördert. Durch die Installation eines Balkonkraftwerks wird grüne Energie erzeugt, was bei einer Leistung von 800 Watt über die Lebensdauer 11 Tonnen CO₂ einspart. Neben den konkreten Treibhausgasminderungen sollen die Belohnungsaktionen Menschen mit niedrigem Einkommen klimafreundliche Produkte erschwinglicher machen. Auf Dauer sparen Balkonkraftwerke ein Vielfaches an Geld, das kann pro Monat bis zu 15 Euro ausmachen. Der Betrag ist noch höher, wenn eine Speicherbatterie angeschafft wird.

In allen Klimabonus Regionen existieren regionale Klimafonds, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten CO₂-Reduktionsmaßnahmen fördern. Die Fonds bieten Organisationen und Privatpersonen die Möglichkeit, CO₂-Emissionen zu kompensieren.

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