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Klimaschutz mit der Großveranstaltung Europeade

Zeigen Flagge für den Klimaschutz: Frankenbergs Bürgermeister Heß (2. v. r.) gemeinsam mit (v. l.) Revierförster Armin Wack, Forstamtsleiter Eberhard Leicht, Frank Jansky (Verein Klimabonus) und dessen Sohn.
Zeigen Flagge für den Klimaschutz: Frankenbergs Bürgermeister Heß (2. v. r.) gemeinsam mit (v. l.) Revierförster Armin Wack, Forstamtsleiter Eberhard Leicht, Frank Jansky (Verein Klimabonus) und dessen Sohn. © Stadt Frankenberg (Eder)

Das Folklorefestival Europeade war unbestrittener Höhepunkt des Frankenberger Fest- und Jubiläumsjahres 2019. Über 5.000 Teilnehmende und rund 100.000 Besucher haben das Festival zu etwas ganz Besonderem werden lassen. Um die Umwelteinflüsse eines solchen Großevents zu reduzieren, hatte sich die Stadt für eine möglichst klimafreundliche Veranstaltung entschieden. Durch Vermeiden und Vermindern des CO2-Ausstoßes bei Planung und Durchführung der Veranstaltung sowie durch eine Investition in ein CO2-bindendes Moorprojekt im Nachgang sollte das Ziel erreicht werden.

„Als Veranstaltung der kurzen Wege, bei der auf Müllvermeidung, die Verwendung von Ökostrom, ressourcenschonende Unterbringung, klimafreundliche Materialen und vieles mehr geachtet wurde, ist die Europeade ein voller Erfolg gewesen“, bestätigte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß. Auf einer zukünftigen Moorfläche im Burgwald bei Bracht stellte er jetzt als Kompensationsmaßnahme und CO2-Ausgleich für das Festival eine 20.000-Euro-Investition in die Burgwaldmoore vor. „So kann man Naturschutz, Umweltschutz und Klimaschutz betreiben“, sagte Heß. Rund 200 t CO2 kann die Fläche in Zukunft langfristig binden.

„Die Idee einer Kompensation über regionale Moore ist schon 2016 auf der damaligen Europeade in Namur entstanden“, erklärte Heß, der in dreifacher Funktion vor Ort war – nämlich auch als Vorsitzender der Leader-Region Burgwald-Ederbergland mit Marburg sowie als Internationaler Präsident des Europeadekomitees. „Hessenweit sind die Moore im Burgwald einzigartig und ein perfekter Kohlenstoffspeicher – und direkt vor unserer Haustüre. Dieser lokale Bezug war uns bei der Auswahl der Maßnahme besonders wichtig“, so der Bürgermeister.

„Ich finde es vorausschauend und beispielhaft, wie die Veranstaltung angegangen wurde, denn Klimaschutz ist wichtig“, lobte Forstamtsleiter Eberhard Leicht die Stadt für ihr Engagement. Im Burgwald sind viele Flächen ehemalige Moore, die durch Entwässerung in der Vergangenheit zerstört worden sind. Es gebe daher viel Potenzial für zusätzliche Moorflächen.

Die Abwicklung erfolgte über den auch in der Region ansässigen Verein Klimabonus, vertreten von Frank Jansky. In dem deutschlandweit einmaligen Projekt haben sich die Regionen Burgwald-Ederbergland mit Marburg, Magdeburg und Chiemgau zusammengeschlossen.  „Hier ist erkannt worden, dass Klimaschutz wichtig ist. Das ist ein echtes Leuchtturmprojekt.“ Er dankte Heß stellvertretend für die Stadt, dass sie die Veranstaltung auf diese Weise durchgeführt habe. „Kommunen haben hier eine Vorbildfunktion, die Stadt Frankenberg geht gut voran.“

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