Agroforst-Baumpflanzungen in Sieben Linden bei Beetzendorf
Kompensiere deinen CO2-Fußabdruck mit diesem Projekt.
Agroforst-Baumstreifen beim Ökodorf Sieben Linden in Beetzendorf
Dieses Agroforst-Projekt dient der CO2-Festsetzung in landwirtschaftlich genutzten Gebieten.
Agroforst ist ein zukunftsweisender Ansatz in der Landwirtschaft, der die biologische Vielfalt stärkt und CO2 bindet. Im Ökodorf Sieben Linden wurden auf einem 17 Hektar großen Acker vier artenreiche Baumstreifen neu gepflanzt mit heimischen Obst- und Nussbäumen (Apfel, Pflaume, Birne, Walnuss) und weiteren Bäumen (u. a. Holzbirne, Salweide, Eberesche und Pappel), weitere Pflanzungen werden vorbereitet.
Was ist Agroforst?
Agroforst ist eine zukunftsfähige Alternative für die Landwirtschaft. Unter dem Oberbegriff „Agrofost“ verbergen sich verschiedene Ansätze, Landwirtschaft und Gehölze stärker miteinander zu verbinden. Dies trägt auf mehrere Arten zur CO2-Bindung und zur Linderung des Klimawandels bei: CO2 wird durch Photosynthese in den Gehölzen gebunden. Durch die langfristige Bodenverbesserung steigt der Humusgehalt und damit auch die CO2-Speicherung im Boden. Durch die Veränderung des Mikroklimas (weniger Hitze, höhere Luftfeuchtigkeit) würde auch das Makroklima beeinflusst werden, wenn man das Konzept flächendeckend einsetzt. Aber auch auf den kleinen Flächen, auf denen es bis jetzt Anwendung findet, hat es eine Wirkung: Es mindert die Schäden, die durch extreme Wettereignisse und Trockenheit entstehen.
Unter folgendem Link gibt es Hintergrund-Informationen über den gesamten Agroforst im Ökodorf Sieben Linden.
Zudem bietet euch der Ökodorf-Podcast zum Agroforst mit der Agrofrost-Spezialistin Noemi Stadler-Kaulich weitere wertvolle Informationen rund um das Thema Agroforst.
Das Klimabonusprojekt im Bereich Agforost findet auf 17 Hektar Acker statt, die der Siedlungsgenossenschaft Ökodorf eG gehören und in den letzten Jahren von einem befreundeten Bio-Landwirt bewirtschaftet wurden. Diese Fläche hat mit starken Erosionsproblemen zu kämpfen, und trotz der Bewirtschaftung nach Bio-Standards bietet ein großer Getreideacker Potential zur Steigerung der Biodiversität. Daher wird dieser Acker weiterentwickelt als Modellfläche für Agroforst in Kombination mit moderner, auch mit Maschinen arbeitender Landwirtschaft.
Im Ökodorf Sieben Linden im Norden Sachsen-Anhalts werden auf einer 17 ha großen Agroforst-Parzelle vier Baumstreifen mit einer Gesamtfläche von 0,44 ha neu angepflanzt und gepflegt. Jeweils ca. 25 Bäume bilden einen Baumstreifen. Das sind heimische Obstbäume (Apfel, Pflaume, Birne, Walnuss) und weitere Bäume (u. a. Holzbirne, Salweide, Eberesche und Pappel).
Die Baumstreifen stehen in einem Abstand von 30 m. So können landwirtschaftliche Geräte des pachtenden Bio-Landwirts weiterhin den Boden bestellen, beispielsweise für Getreidekulturen. Gleichzeitig verändern die Streifen die Situation auf der Fläche nachhaltig: Die Gehölzpflanzungen verringern die Winderosion des Bodens, sie verbessern das Kleinklima und das Bodenleben. Darüber hinaus erhöhen sie die Biodiversität in der Agrarlandschaft. Obst und Nüsse können bereits in wenigen Jahren geerntet werden und stärken die regionale Versorgung.
Klimaschutzwirkung
Berechnungen der Kohlenstoff-Festlegung
Die Baumstreifen in Beetzendorf mit einer Fläche von 0,44 ha ermöglichen über einen Zeitraum von 50 Jahren die Festsetzung von 114 t CO2.
Die Festlegung erfolgt durch Speicherung von Kohlenstoff in der oberirdischen Baumbiomasse, in der Wurzelmasse und im Oberboden. Dazu kommen Einsparungen durch Transportwege für Obstimporte und durch die gegenüber der Plantagenwirtschaft nachhaltigere Obstproduktion bei der hier realisierten Form eines Agroforst-Baumstreifens.
Kostenberechnung
Die Realisierung der Baumstreifen erfolgt durch die Siedlungsgenossenschaft "Sieben Linden". Die Genossenschaft bezuschusst die Realisierung der ersten vier Baumstreifen mit fünfzig Prozent. Die Bewohner*innen des Ökodorfs übernehmen die intensive Anzuchtpflege in den ersten Jahren. Für die Anlage der Baumstreifen entstehen Kosten in Höhe von ca. 3.500 € pro Streifen.
Die ersten vier Ackerstreifen können dadurch mit einem zusätzlichen Finanzierung von 62 € pro Tonne CO2 ausfinanziert werden. Ein Zuschuss von insgesamt 7.000 Euro ermöglicht dieses Projekt mit einer Fläche von ca. einem halben Hektar und der Pflanzung von ca. 100 Bäumen.
Die neu geplanzten Agroforst-Baumstreifen beim Ökodorf Sieben Linden besuchen
Im Rahmen von Agroforstseminaren oder anderen Bildungs- und Kulturveranstaltungen kannst du das Projekt besuchen: www.siebenlinden.org
Berechne gleich den CO2-Ausstoß der durch deine An- und Abreise vom eigenen Wohnort aus entsteht. Das kannst du bspw. mit dem Quarks-Rechner machen. Durch eine CO2-Kompensation in diesem Projekt ist es möglich den CO2-Fußabdruck deiner Anreise ganz oben auf dieser Internetseite wieder auszugleichen.